Vermieter darf Hundehaltung nicht verbieten

Mittwoch, 25. Januar 2017

Gerichtsurteil
Vermieter darf Hundehaltung nicht verbieten
KÖLN. Vermieter dürfen die Tierhaltung nicht pauschal verbieten.

Eine Klausel im Mietvertrag, wonach bestimmte Tierarten überhaupt nicht oder nur mit Genehmigung des Vermieters gehalten werden dürfen, ist unwirksam.
Das entschied das Amtsgericht Köln (Az.: 210 C 26/15), wie die Zeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ berichtet. Denn durch diese vorformulierte Vertragsbedingung werden Mieter unangemessen benachteiligt. In dem verhandelten Fall enthielt der Mietvertrag eine Klausel, die für Tierhaltung die Zustimmung der Vermieterin verlangte. Ausgenommen hiervon waren Kanarienvögel, Wellensittiche, Schildkröten oder Fische. Hunde, Katzen, Mäuse , Kaninchen, Frettchen oder Schweine durften sich generell nicht in den Mieträumen aufhalten. Auf diesen Passus wurde die Mieterin schon bei der Besichtigung mündlich hingewiesen. Die Mieterin nahm allerdings später doch einen Hund bei sich auf, wogegen die Vermieterin klagte. Ohne Erfolg: Die Klausel im Mietvertrag sei unwirksam, weil sie durch das Verbot der Hundehaltung unangemessen benachteilige.
(dpa)